Über Max ist Marie

“Max ist Marie oder mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind” ist ein Transgender Foto- und Textprojekt, ein Projekt über und für transidente Menschen. Ein Projekt, das mit einem Fotoshooting mit meiner Tochter begann, die einmal mein Sohn war.

Das Projekt wurde seit seiner Entstehung in mehreren Ausstellungen und Medien gezeigt und besprochen. Danke!

Mit diesem Projekt möchte ich die trans* Thematik als das “Normale” zeigen, das es ist, als etwas, das Menschen, die sich vorher nicht damit beschäftigt haben, verstehen können wollen und sollen. Etwas, das ganz einfach da ist, so wie es ist.
“Max ist Marie” handelt von Menschen, die im falschen Geschlecht geboren wurden. Menschen, die meist bereits als Kind merkten, dass sie anders sind, als all die anderen Jungs, all die anderen Mädchen, mit denen sie sich eigentlich doch identifizieren sollten. Mit denen sie spielen wollten und es doch nur konnten, wenn sie sich verstellten. Menschen, denen das “Sich-Verstellen”, das “Sich-Anpassen” an das Geschlecht, in dem sie geboren wurden, ein Lebensmuster wurde, das unbeschreiblich viel Kraft kostet und aus dem sie irgendwann ausbrechen müssen, um überleben zu zu können.

Wir, und insbesondere natürlich unsere Tochter, haben, seit „Transidentität“ Teil unserer Familie ist, so viel erlebt. So viel Verletzendes musste unsere Tochter erfahren, nicht nur durch Menschen, sondern auch durch Institutionen wie der Krankenkasse.
Es musste doch eine Möglichkeit geben, wenigstens etwas Kleines zu bewegen. Der Gedanke, dass man der Welt irgendwie zeigen müsse, wie es Transgender-Menschen (er)geht, ließ mich nicht mehr los. Da Bilder meine Sprache sind, entwickelte sich die Idee zu einem einfühlsamen Fotoprojekt. Unterlegt mit Texten.

Der enorme Zuspruch, den Marie und ich seit dem ersten Blogeintrag von allen Seiten bekommen haben, zeigt, wie wichtig ein solches Projekt ist.

Seit Mai 2014 besuche ich transidente Menschen, die sich bei mir gemeldet haben, weil sie glauben, dass “Max ist Marie” etwas bewegen kann. In ganz Deutschland und auch im Ausland bin ich unterwegs, um sie zu porträtieren.
In meinen Bildern zeige ich transidente Menschen in ihrer Umgebung. Menschen, die studiert haben oder auch nicht, mit Ausbildung oder ohne. Mit Partner, mit Kind, mit Hund oder alleine lebend. Menschen eben. Mit allem, was Ihnen gut tut und Geborgenheit gibt – und mit allem, was sie belastet. Meine Bilder betonen die Normalität dieser Leben. Anders die dazugehörigen Texte: Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte. Die Geschichten, die transidente Menschen zu erzählen haben, sind beeindruckend und machen nachdenklich. Sie handeln von Verletzungen, Selbstzweifeln – und von unglaublich viel Mut und Stärke. Aber auch vom kleinen Glück im Alltag und von Menschen, die für andere da sind.

Für dieses Projekt drängte sich mir eine schwarz-weiße Bildsprache auf. Sie spiegelt unser aller schwarz-weiß-Denken wider, wenn es um ein Anderssein geht. Gleichzeitig konzentriert sie sich auf das Wesentliche: nichts lenkt ab von Gesten, Mimik, Gesichtern. “Max ist Marie” ist ein einfühlsames Projekt.  Transidente Menschen werden nicht zu etwas Besonderem, alleine dadurch, dass sie transident sind. Und sie sind nicht alle gemeinsam in eine Schublade zu stecken. „Wir sind ebenso eine homogene Gruppe wie zum Beispiel Rothaarige“ hat es ein Transmann beschrieben, den ich porträtieren durfte.
Ich hoffe, dass meine Porträts ein Stück weit dazu beitragen können, dass die Welt in der wir leben, offener wird für Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben.

Für die Bilder und Geschichten wünsche ich mir einen Buchverleger, der einen ganz besonderen Bildband gestalten und einen Galeristen oder Kuratoren der eine einfühlsame Ausstellung realisieren möchte.

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Danke von ganzem Herzen!

 

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