Max ist Marie in einer Dauerausstellung

Unser Transgender Text- und Fotoprojekt “Max ist Marie” ist nun sogar in einer Dauerausstellung zu sehen!

Viele Monate investierte das Team des Deutschen Hygienemuseums in Dresden bis das Konzept stand:
Eine interaktive, digitale Ausstellungsfläche.
Auf einem Großbildschirm kann der Besucher sich über das Polaroid-Vorschaubild in die jeweilige Geschichte hineinklicken. Die Texte der Internetseite wurden dafür leicht gekürzt und sind auch auf Englisch verfügbar.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Pia Ritter für das große Engagement!

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“Manche sagen, ich bin einfach ich. Ich sage: Ich brauche eine Beschreibung, damit mein Gegenüber so mit mir umgeht, wie ich es mir wünsche.”
Liam

“Ich habe beschlossen, ich bleibe 30! Das Alter in meinem Ausweis ist eine gewürfelte Zahl, die nichts mit mir zu tun hat.”

Sarah

Ich hätte vor eineinhalb Jahren mir nicht vorstellen können, dass ich als Frau durch die Stadt laufen würde, dass ich so frei bin, dass ich so bei mir bin, dass ich so glücklich sein kann. Und ich bin es doch.

Steffi

“Wir sind alle nicht so wichtig, wie wir glauben. Eigentlich werden wir durch unser Leben getrieben wie Wüstengras über den Sand.”

Bea

Max ist Marie: Ausstellung in Leipzig

Seit letzter Woche ist “Max ist Marie” nun in Leipzig zu sehen. Die Ausstellungseröffnung fand im Rahmen des Christopher Street Days statt.
Über die Eröffnung wird auf tüpfelhausen.de, dem Leipziger Familienportal, ausführlich berichtet.
Danke an die Schwusos Leipzig für die Unterstützung!

„Max ist Marie“ ist noch bis zum 30. Juli 2015 im Erdgeschoss der Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße 3- 7, zu sehen.
Dann wandert die Ausstellung weiter in ein Berliner Kloster und danach ins brandenburgische Cottbus.

 

 

“Es ist die Königin in mir, die mir Kraft und Würde verleiht, die mitfühlend ist. Ich habe eine Flamme der Liebe und Zuversicht in mir, die immer brennt, so schwer es auch manchmal sein mag.”
Neva

“Nach meinem Outing fragte mich meine Chefin: „Bist du dann jetzt schwer behindert?“
Aleks

“Jeden Tag legt sich etwas wie eine schwarze Glocke über mich, wenn ich mich für die Arbeit  als Mann verkleiden muss. Ich träume davon, als der Mensch arbeiten zu können der ich bin. Davon, keine Angst um meinen Job haben zu müssen.”
Hanna

“Mein großes Glück: der Rückhalt von den Menschen, die um mich waren und sind.”
Andrea

„Ich habe wahnsinnige Angst vor dieser OP. Aber sie wird das Ende des schweren Weges sein, dann bin ich endlich wirklich Frau und das Kämpfen hat ein Ende.“
Janna Mina

Wie in aller Welt soll aus einer Kugel ein Würfel werden?

Sehen Sie mich bitte nicht so an, ich weiss dass ich etwas seltsam aussehe….. nein ich bin kein Würfel, ich bin eine verbeulte Kugel….. ja ich weiss dass ich ähnlich aussehe wie ein sehr seltsamer Würfel, aber das liegt daran dass ich eben kein Würfel bin sondern eine verbeulte Kugel.

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Viele Menschen reduzieren mich, wenn sie mich kennenlernen, sofort auf die Transsexuellen-Thematik.
Ich habe aber auch andere Themen in meinem Leben. Ich bin lustig, ich bin unterhaltsam. Ich bin ein Mensch!

Petra

“Ich möchte einfach nur gesund sein.”
Marie

“Wenn ich eine Frau kennenlerne, mit der ich mir eine Beziehung vorstellen könnte, lauert da immer ein Päckchen, das ich ihr irgendwann vor die Füsse schmeißen muss.”
Yannick

„Es gibt nur einen Menschen, den ich nach meiner Transition kennengelernt habe, der von meiner Vergangenheit weiß.”
Benjamin

Max ist Marie bei “Fünf Fragen”

Vor einiger Zeit bekam ich eine Interview-Anfrage von völlig unerwarteter Seite. Es schrieb mir Bruder Franziskus vom Rogate Kloster zu Berlin: Ob ich bereit sei im Rahmen der Reihe “Fünf Fragen” eben solche über unser Transgender Projekt “Max ist Marie oder mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind” zu beantworten.

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Zunächst war ich erstaunt und, ja, ein wenig skeptisch.

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“Die geschlechtsangleichende OP hat mich so fundamental verändert… stell Dir ein Kind mit großen staunenden Kulleraugen auf dem Weihnachtsmarkt vor. So geht es mir gerade jeden Tag.”

Katharina

Max ist Marie auf kwerfeldein

Heute bin ich mal superstolz und superdankbar :-).
Unser Transgender Fotoprojekt “Max ist Marie” wurde auf dem schönen Fotografenblog kwerfeldein vorgestellt. Danke!!

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“Wir sind ebenso wenig eine homogene Gruppe wie zum Beispiel Rothaarige.”

Konstantin

“Ich habe mein Leben als Mann geliebt. Und jetzt liebe ich mein Leben als Frau. Ich liebe es, in Frauenklamotten durch die Straßen zu gehen und am liebsten würde ich mich fünfmal am Tag umziehen.”
Felicia

“Ich war mein Leben lang immer auf der Suche nach einem Schlüssel, um mein eigenes inneres Ich endlich zu verstehen. Ich war praktsich am Boden – und keiner konnte es sehen. heute stehe ich mitten im Leben – und verstecke mich nicht mehr. Weil ich endlich das leben kann, was ich immer war.”
Xenia

Gutachten

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Aus einem psychologischen Gutachten einer transidenten Frau

“Wird das Nachdenken irgendwann aufhören? Ich weiß es nicht.”
Lena

“Ja, ich habe zwei Kinder. Zwei Jungs, so scheint es zumindest bisher, denn ich kann ja aus eigener Erfahrung sagen, das kann täuschen.”
Asta

“Lara? Ich wusste gar nicht, dass Lara ein Männername ist.”

“Meine Lebensuhr läuft. Ich habe 24 Jahre meines Lebens in die Tonne getreten.
Ich habe nicht gelebt, ich habe vor mich hin vegetiert.”

Manuela

“Hey, Du Frau, zieh mal Deinen Schal hoch, man sieht ja Deinen Adamsapfel!”

“Für mich fühlt es sich noch immer jeden Tag so an, wie für jemanden, der in der DDR aufgewachsen ist und nach dem Fall der Mauer am liebsten jedes Warenhaus plündern würde.”
Hanni

“Überleg Dir das! Die werden Dich ja alle für verrückt halten.”

“Geh zum Bund, dann wirst Du wieder ein Mann.”

Max ist Marie auf gosensual

Kurz nach der Veröffentlichung unseres ersten Blogeintrages zu unserem Transgender Fotoprojekt “Max ist Marie oder mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind” wurde der östereichische Blog gosensual  auf uns aufmerksam und bat mich um ein Interview. Anja, die selber einen sehr guten transidenten Freund hat, den sie auf seinem Weg begleitet, hat uns einen schönen Artikel gewidmet. Danke! Bildschirmfoto 2014-10-03 um 16.45.35

… nehmen Sie *ES* mit ins Labor!

Ich arbeite seit vielen Jahren therapeutisch, hatte aber meine erste Begegnung mit Transsexualität (wie es damals hauptsächlich genannt wurde) Anfang der 80er Jahre als ich noch als OP-Schwester für einen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen in Hamburg gearbeitet habe.
A. kam aus London und war eine Transfrau. Wir haben ihr Gesicht operiert und sie musste vorher zum Arzt um die Blutwerte checken zu lassen. Sie kam völlig fassungslos wieder zu uns in die Praxis weil der Arzt, bei dem sie vorher war zu seiner Sprechstundenhilfe sagte: nehmen Sie *ES* mit ins Labor!

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“Ich war schon immer eine Frau. Eine Frau ist man, die kann man nicht werden. Deswegen ist es auch Blödsinn, mich zu fragen, was ich vorher war, oder ob ich schon operiert bin. Ich bin einfach ICH.”

Michelle

Was mein Leben reicher macht – Max ist Marie

Kennt Ihr die Rubrik “Was mein Leben reicher macht” in Die Zeit? Es gibt so viele Tage in meinem Leben, an denen ich etwas dazu schreiben könnte: Wenn morgens die Sonne auf meinen Kaffee scheint, wenn ich unserem jüngsten Sohn etwas vorlese und er sich dabei an mich kuschelt, wenn wir gemeinsam einen Ausflug machen, wenn ich nachts noch einen Spaziergang mache und es nach Frühling duftet, wenn ich von einer besonders schönen Hochzeit komme, auf der ich tolle neue Menschen kennenlernen und ganz besonders schöne Bilder machen durfte, wenn eine Familie mir ihr Vertrauen geschenkt hat und ich einen Babybauch kurz vor der Geburt und kurz darauf das neugeborenes Baby fotografieren durfte. Und das: Ein Zimteis von Santinis in Lissabon :-)…

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Max ist Marie – Ein Transgender Fotoprojekt – Der Anfang

Max ist Marie oder mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind. Ein Fotoprojekt. Eines, das mit einer Foto-Session mit meiner eigenen Tochter startete. “Mama, ich würde keinen Blogeintrag daraus machen. Es gibt Leute, die Dich dann nicht für ihre Hochzeit buchen.”
Das waren Maries Worte nach unserem Shooting bei ihr Zuhause. Sie sagen so vieles darüber, wie es sich anfühlt in unserer Gesellschaft so zu leben wie Marie und viele tausend andere Menschen es tun. Transgender-Menschen, deren körperliches Geschlecht nicht mit ihrem gefühlten Geschlecht übereinstimmt. Das Leiden, die Nicht-Akzeptanz, die täglichen Kämpfe, die diese Menschen durchleben, sind der Grund dafür, dass ich dieses Projekt mache. Ein Projekt, das ebenso Maries ist wie meines.

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